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onsdag, maj 04, 2011

Sleipner, das Pferd des Asa-Gottes Oden

Der Asa-Gott Oden hat nach der nordischen Mythologie sechs Tiere, nämlich seine beiden Raben Hugin och Munin, die beiden Wölfe Freke und Gere, die Ziege Heidrun und sein legendäres Pferd Sleipner, das ein Kind Lokes war und der wiederum dem Geschlecht der Riesen angehörte.

Sleipner ist ein grauer Hengst mit acht Beinen, der extrem stark war und schneller als jedes andere Pferd, sogar schneller als der Wind war. Das Pferd Sleipner konnte sowohl auf der Erde, als auch in der Luft oder durch die Wasser reiten, wobei er nicht nur Oden auf seinem Rücken trug, sondern auch die heldenreichen Kämpfer, die in der Schlacht gefallen waren, zu Oden nach Valhall brachte. Sleipner konnte all diese Leistungen verbringen, da Oden Zauberrunen in seine Zähne geschnitzt hatte.

Bei Ragnarök reitet Hermod, Odens Sohn, neun Tage und neun Nächte lang auf Sleipner ununterbrochen bis zu Hel um Balder zu retten, wobei hierbei der Mut des Pferdes gezeigt wird, als es selbst über den Hund Hels, Garm, springt und weder die giftigen Schlangen, noch den Drachen Nidhögg fürchtet.

Auf einigen Steinritzungen Gotlands kann man Pferde mit acht Beinen finden, die vermutlich Sleipner darstellen sollen. Nach alten Volkssagen sollen auch die Bauern früher die letzte Handvoll ihrer Samen für Odens Pferd gesät haben, damit der Gott ihnen beim Vorbeireiten keinen Schaden zufügt.

Noch heute wählen viele Reitklub Schwedens den Namen des göttlichen Pferdes als Firmenbezeichnung, wobei man jedoch mittlerweile auch Unternehmen verschiedenster Zweige findet, die sich Sleipner bezeichnen oder auch das achtfüßige Pferd als ihr Logo wählen.
Copyright: Herbert Kårlin
 

söndag, april 03, 2011

Nifelheim, die Welt der Nebelschwaden

Nifelheim oder Nifelhem, die Welt der Nebenschwaden, liegt in der nordischen Mythologie im Norden von Ginnungagap und bestand lange bevor die Unterwelt und die ersten Wesen entstanden. Diese Welt ist in eisigen Nebeldunst gehüllt und in seiner Mitte entspringt die Quelle Hvergelmer mit seinen elf Flüssen.

Aus Nifelheim kommt nicht nur eine eisige Kälte, sondern auch der Fluss Slid, der aus Hvergelmer hervorgeht. Slid fließt mit eisigen Schwertern und Messern in das nordische Todesreiche, über das Hel, die Tochter Lokes herrscht und ist der gefürchtetste Fluss, den Hvergelmer hervorbringt. Alle Gewässer aller Welten kommen aus Nifelheim und tragen eine Zauberkraft in sich. Jeder der Flüsse hat indes eine eigene Bestimmung.

Nifelheim ist in der schwedischen Kultur auch heute ein Begriff des Mystischen, des Unbekannten, wo oft böse Mächte herrschen und findet sich daher bei Videospielen oder Herstellern chemischer Produkte ebenso wie beim Buch „Långt borta från Nifelheim“ von Majgull Axelsson. Zahlreiche Black Metal Bands haben Stücke, die von Nifelheim sprechen und eine der bedeutendsten schwedischen Black Metal Bands nennt sich Nifelheim.
Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, mars 22, 2011

Helheim, die Welt, die niemand verlässt

Helheim ist eine der neun Welten in der nordischen Mythologie, die von Hel, der Göttin des Reiches der Toten regiert wird.

Das nachtschwarze und kalte Helheim liegt am tiefsten Ort von Nifelheim. Wer einmal dort angelangt ist kann den finsteren Ort nie wieder verlassen, da der Fluss Gjöll, der ganz Helheim umschließt, jede Rückkehr in eine andere Welt unmöglich macht. Selbst Göttern gelingt es nicht mehr diesen Ort zu verlassen.

Nach Helheim kommen all jene, die aus Altersgründen oder nach einer Krankheit sterben und denen es nicht gelungen war während ihres Lebens eine Heldentat zu begehen. Nur wer als Held oder während eines Kampfes ums Leben kommt, findet Zugang zu Valhall.

Der Eingang nach Helheim, die wie Gold schimmernde Gjallarbron, wird von Modgunn (auch Modgud genannt) bewacht. Der Riese Hraesvelg, der am Rande der Welt sitzt und die Gestalt eines Adlers hat, schlägt ständig mit seinen Wingen, die einen kalten Wind nach Helheim blasen. Die Tür selbst nach Helheim wird vom Hund Garm bewacht und öffnet sich zum Ragnarök, wenn alle Toten das dunkle Reich verlassen können um den noch Lebenden das Leben zur Hölle zu machen.

Aus dem Wort Hel und Helheim entstand das schwedische Wort Helvete (Hölle), was soviel bedeutet wie „die Strafe Hels“. Auch „slå ihjål“ bedeutet „schlagen nach Hel“. Und auch der Helheim-Gletscher in Grönland erhielt seinen Namen nach dem mythologischen Reich des Todes.

Wie so oft, hat auch eine norwegische Vikingarock-Gruppe, die Black Metal spielt, seinen Namen aus der nordischen Mythologie. Die Gruppe Helheim spielt unter anderem den Song Jernskogen (das norwegische Wort für Eisenwald), der von einem sehr eindrucksvollen Video begleitet wird.

Copyright: Herbert Kårlin