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torsdag, april 21, 2011

Die Hüter von Grotte, der Mühle der Welt

Nordische Mythologie Teil 9 - Fröj und Lodur, die Wächter der Mühle der Welt

Als Wächter der Mühle Grotte wählten die Götter zwei aus ihrem eigenen Geschlecht aus. Zum einen wurde Fröj der Gott der Fruchtbarkeit und des Lebens, zum anderen Lodur, der Gott des Feuers, der später mit Oden und Höner Ask und Embla schaffen wird, bestimmt.

Fröj wird von den Beiden Helfern Byggver und Bejla unterstützt, die darauf achten, das die fruchtbare Erde aus der Mühle Grotte auch an die richtige Stelle kommt und nicht verloren geht. Lodur überwacht den gleichmäßigen Gang der Mühle. Ihm stehen die neun Riesinnen zur Verfügung, die die lange Stange der Mühle gleichmäßig vor sich her schieben.

Da Ymers Reste nicht ausreichen um ganz Midgård mit fruchtbarer Erde zu überdecken, werden nach Ymer erst Trudgelmers und dann Bergelmers fleischlichen Reste von  Grotte zu Erde und Sand gemahlen.

Die Stange mit der die Mühle der Welt betrieben wurde, diente jedoch nicht nur dafür Erde und Sand zu schaffen, sondern sie hatte noch eine weitere Aufgabe, denn sie bewegte gleichzeitig mit dem Mühlstein auch das Sternenfirmament, da Lodur, der Vater von Måne und Sol auch die Aufgabe hatte dafür zu sorgen, dass Sonne, Mond und Sterne ihrem geregelten Lauf nachgingen.

Grotte, die Mühle der Welt hatte aber auch noch eine weitere Funktion, die für die Menschen und Götter weittragende Folgen hatte, denn Grotte konnte aus den Grundstoffen der Welt, die in den fleischlichen Resten der gemahlenen Riesen vorhanden waren, die Funken befreien und das reinste Feuer schaffen, das nicht willkürlich brannte, sondern gezielt entfacht und gelöscht werden konnte.

Indem die Mühle der Welt diese Funken entstehen ließ, wurde auch der weiße Gott des Feuers geschaffen, der schönste Gott der nordischen Mythologie: Heimdall. Heimdall hatte durch sein Entstehen aus der Mühle der Welt neun Mütter, nämlich die neun Riesinnen, die die Stange der Mühle bewegten. Grotte war durch die Fähigkeit Feuer zu schaffen auch der erste Feuerbohrer, deren Anwendung die Menschen später erlernten.

Copyright: Herbert Kårlin

söndag, april 17, 2011

Die Mühle der Welt in der nordischen Mythologie

Nordische Mythologie Teil 8 - Grotte, die Mühle der Welt

Um Ymers Fleisch über die Erde verteilen zu können, schufen die Künstler der Unterwelt eine große Mühle im Nidafjället, rund um die Quelle Hvergelmer, der Quelle, die allen Gewässers der Welten und des Himmels ihr Wasser liefert und wohin das Wasser in einem Kreislauf auch wieder zurückfließt. Diese Weltenmühle nannten sie Grotte.

Genau zwischen Hvergelmer und dieser natürlichen Wasserleitung brachten die Künstler der Unterwelt die Mahlsteine an, damit alles Wasser durch die Steine fließen musste. Das Auge des beweglichen Mahlsteins lag genau über der Quelle. Wenn das Wasser durch dieses Auge zurück zu Hvergelmer kam, so entstand die Ebbe und wenn das Wasser von dort aus zu Erde und Himmel strömte, entstand die Flut. Die Bewegung des Steines verursachte die von den Schiffen so gefürchteten Wasserwirbel, die jedes Boot in die Tiefe zogen.

Die Steinmühle war so groß, dass man neun Riesinnen benötigte um die Stange des beweglichen Steins zu bewegen. Diese neun Frauen wanderten ständig am Rande der Erdscheibe entlang und bewegten mit ihrer Hilfe unaufhörlich den beweglichen Mahlstein.

Mit dieser Mühle wurden auch das Fleisch Ymers gemahlen, wobei das Mehl mit den Flüssen überall auf der Erde verteilt wurde und sowohl die fruchtbare Erde als auch den Sand an den Stränden und Buchten Midgårds lieferte. Nur diese neu geschaffene Erde konnte Leben schaffen, da Ymers Fleisch voll mit lebensschaffenden Kräften war.

Diese Erde wurde gerade in dem Moment über die kahlen Steine verteilt, als Sol mit ihrem mit Diamanten besetzten Wagen erstmals über den neu geschaffenen Himmel fuhr. Als die Sonnenstrahlen die Erde erreichten, begannen überall aus den Lebenskörnern Blumen, Gemüse und Bäume zu sprießen, die die Voraussetzung dafür waren, dass Midgård auch von Menschen bewohnt werden konnte.


Copyright: Herbert Kårlin