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torsdag, maj 05, 2011

Die Zwerge Nordre, Sudre, Austre und Vestre

Die Götter schufen Zwerge bereits bevor die Welt der nordischen Mythologie entstand, als die Asa-Götter selbst noch in der Unterwelt lebten. Da die Zwerge nur wenig Kontakt mit anderen Wesen hatten, wurden sie als scheue Wesen beschrieben, die die Dunkelheit bevorzugten. Die meisten unter ihnen galten als hervorragende Künstler.

Die Zwerge Nordre, Sudre, Austre und Vestre hatten von den Göttern eine besondere Aufgabe bekommen, den sie sollten das Himmelgewölbe, das aus dem Schädel Ymers hergestellt war stützen. Die vier Zwerge repräsentieren daher die Himmelrichtungen und hatten, gemeinsam mit den vier Hirschen, die in Yggrasil, dem Weltenbaum, lebten eine Rolle bei der Entstehung der vier Hauptwinde.

Von den vier Zwergen Nordre, Sudre, Austre und Vestre werden in Schweden auch die Namen der vier Himmelrichtungen Norden (nord), Süden (syd), Osten (öster) und Westen (väster) abgeleitet. Die Zwerge der nordischen Mythologie kommen noch heute in zahlreichen Legenden und Sagen des Nordens vor, wobei aus ihnen auch die schwedischen Trolle entstanden.  

Copyright: Herbert Kårlin
 

söndag, april 17, 2011

Die Mühle der Welt in der nordischen Mythologie

Nordische Mythologie Teil 8 - Grotte, die Mühle der Welt

Um Ymers Fleisch über die Erde verteilen zu können, schufen die Künstler der Unterwelt eine große Mühle im Nidafjället, rund um die Quelle Hvergelmer, der Quelle, die allen Gewässers der Welten und des Himmels ihr Wasser liefert und wohin das Wasser in einem Kreislauf auch wieder zurückfließt. Diese Weltenmühle nannten sie Grotte.

Genau zwischen Hvergelmer und dieser natürlichen Wasserleitung brachten die Künstler der Unterwelt die Mahlsteine an, damit alles Wasser durch die Steine fließen musste. Das Auge des beweglichen Mahlsteins lag genau über der Quelle. Wenn das Wasser durch dieses Auge zurück zu Hvergelmer kam, so entstand die Ebbe und wenn das Wasser von dort aus zu Erde und Himmel strömte, entstand die Flut. Die Bewegung des Steines verursachte die von den Schiffen so gefürchteten Wasserwirbel, die jedes Boot in die Tiefe zogen.

Die Steinmühle war so groß, dass man neun Riesinnen benötigte um die Stange des beweglichen Steins zu bewegen. Diese neun Frauen wanderten ständig am Rande der Erdscheibe entlang und bewegten mit ihrer Hilfe unaufhörlich den beweglichen Mahlstein.

Mit dieser Mühle wurden auch das Fleisch Ymers gemahlen, wobei das Mehl mit den Flüssen überall auf der Erde verteilt wurde und sowohl die fruchtbare Erde als auch den Sand an den Stränden und Buchten Midgårds lieferte. Nur diese neu geschaffene Erde konnte Leben schaffen, da Ymers Fleisch voll mit lebensschaffenden Kräften war.

Diese Erde wurde gerade in dem Moment über die kahlen Steine verteilt, als Sol mit ihrem mit Diamanten besetzten Wagen erstmals über den neu geschaffenen Himmel fuhr. Als die Sonnenstrahlen die Erde erreichten, begannen überall aus den Lebenskörnern Blumen, Gemüse und Bäume zu sprießen, die die Voraussetzung dafür waren, dass Midgård auch von Menschen bewohnt werden konnte.


Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, april 13, 2011

Sonne und Mond in der nordischen Mythologie

Nordische Mythologie Teil 7 - Tag und Nacht, Sonne und Mond

Mimer hatte eine Tochter, die er Natt (Nacht) genannt hatte, da sie eine dunkle Haut hatte und über eine Schönheit verfügte, die unübertrefflich war. Natt wird, wegen ihrer Schönheit, oft auch als die Mutter aller Götter bezeichnet.

Natt bekam mit dem Morgenrötealv Delling einen hellhäutigen Sohn, den die beiden Dag (Tag) nannten und der der Stammvater aller Lichtalver wurde.

Die Urkünstler der nordischen Mythologie, die Söhne Mimers, schufen für Natt und Dag einen kunstvoll ausgestattetne Wagen, Kleidung und andere Kunstwerke mit denen die dunkle Tochter Mimers und ihr hellhäutige Sohn Dag unter dem Himmelsgewölbe entlang fahren sollten.

So fuhren Dag und Natt abwechselnd durch die östliche Tür zum Himmelszelt und kehrten am Abend durch die westliche Tür zurück, dort wo Billing, der Herr des Abendrots seine Ländereien hatte. Die Kutsche von Natt war mit hunderten von Edelsteinen besetzt, die in Form von Sternen von der Erde aus sichtbar waren. Das Pferd Dags hatte den Namen Skinfaxe und jenes von Natt hieß Rimfaxe. Rimfaxe weidete den ganzen Tag über auf den Wiesen zu Fuße des Weltenbaums Yggdrasil, auf denen er ein Gras findet, das mit Honigstau benetzt ist, der von den untersten Zweigen des Baumes auf das Gras tropft. Während seiner nächtlichen Reise entsteht dann eine Spucke, die überall auf die Erde tropft und sich in den Morgenstunden zu lebensgebendem Tau entwickelt, der die Erde fruchtbar macht.

Mit ihrem nächsten Mann Muldifare bekam Natt dann zwei weitere Kinder, nämlich Måne (Mond) und Sol (Sonne), die nach Bestimmung der Götter in Wagen aus Feuer und Gold am Himmel entlang fahren sollten. Sie waren von den Künstlern der Unterwelt so gebaut worden, dass sie die Erde beleuchten konnten.

Der feurige Wagen der Sonne war so gearbeitet, dass weder Sol noch die Pferde geblendet wurden und dadurch jeden Tag ihren Weg fanden. Dieses Schutzschild hatte den Namen Svalin. Sollte dieses am Wagen angebrachte Schutzschild verloren gehen, so sollte der Wagen zur Erde fallen und diese anzünden. In den Zügeln der Pferde hatten die Künstler der Unterwelt ein System angebracht, das immer einen kühlen Hauch über die beiden Pferde Arvak und Allsvin verbreitet. Auf Arvaks Ohren und Allvins Huve hatten die Götter Runen eingeschnitzt, die als Zauberformeln dienten.

Während der Himmel beleuchtet wurde, wurden auf der Erde von Oden und seinen Brüdern aus den Gebeinen Ymers bereits Berge gebaut. Sein Fleisch, das mit lebensgebendem Saft durchdrungen war, breiteten sie über die steinige Fläche, die damit zu einer fruchtbaren Erde wurde.


Copyright: Herbert Kårlin

måndag, april 11, 2011

Mimer, der Weise in der nordischen Mythologie

Mimer gehörte zum Geschlecht der Riesen und gilt als das klügste gottähnliche Wesen der nordischen Mythologie, der in der Unterwelt den sogenannten Mimers brunn bewacht, die Quelle der Weisheit. Mimer war, mit seiner Schwester Beisla, ein direkter Nachfolger Ymers, des ersten Wesens der Unterwelt und hatte sieben Söhne, die als hervorragende Kunsthanwerker bekannt wurden.

Nach dem Krieg zwischen Asar und Vaner, dem sogenannten Vanakrieg, wurde Mimer und Höner ins Reich der Vaner geschickt und Njord und Frei übernahmen ihre frei gewordene Stelle in der Welt der Asar, was den Frieden zwischen den beiden Geschlechtern sichern sollte.

Da jedoch niemand in der Welt der Vaner nur annähernd an die Weisheit Mimers herankam, was viele als Bedrohung betrachteten, töteten sie den Weisen indem sie ihm den Kopf abhackten und zurück in die Welt der Asar schickten. Dort balsamierte Oden den Kopf ein und konsultierte ihn immer wenn er einen Rat benötigte.
Copyright: Herbert Kårlin
 

lördag, april 09, 2011

Die Handwerker und Lenker der Erde

Nordische Mythologie Teil 6 - Der Bauplan der Erde

Auf der Scheibe mit dem Blutmeer, das die ganze Erde bedeckte, drückten Oden und seine Brüder eine Teil in Höhe, damit in der Mitte der Scheibe eine trockene Fläche entstand. Dieses neue Land nannten sie Mitgård und dessen nördlichsten und östlichsten Teilen gaben sie den Namen Jotunheim. Zwischen Mitgård und Jotunheim verläuft eine mit Wasser gefüllte Tiefe mit starkem Wellengang, so dass Mitgård von allen Seiten von Wasser umgeben ist.

Nicht alle Nachfolger des Riesen Ymer waren so böse wie ihr Urvater, denn mit jeder neuen Generation nahm die Bosheit ab. Mit diesen freundlicheren Riesen zeigte sich Oden milde und wenn einer von ihnen die Küste Jotunheims zu seiner Rettung erklettern wollte, so ließ er dies geschehen und stiess sie nicht zurück in die Flut, in der die anderen Familienmitglieder ertranken.

Diese freundlicher gesinnte Riesen durften auf Jotunheim ihr eigenes Reich aufbauen. Eine dieser Riesinnen war Gullveig, die die Freundschaft der Götter gewinnen konnte, ebenso wie Loke, für den Oden sogar eine gewisse Schwäche zeigte. Die Götter ahnten in jenem Moment nicht zu welchen Feinden sich die freundliche Gullveig und der schöne Riesen-Jüngling Loke im Laufe der Zeit entwickeln würden.

Die Gebeine Ymers wurden von den Göttern als Baumaterial für die Erde verwendet, was die Arbeiten beschleunigen sollte. Aber es fehlten noch die Handwerker, die alle Teile der Erde gestalten konnten. Deshalb trafen sich die Götter mit Mimer zum ersten Ting, dem Rat der Götter, um zu entscheiden wie viele Hilfskräfte man bei der Schaffung der Erde benötigte und welche Arbeiten in welcher Reihenfolge nötig waren.

Mimer wurde zum Baumeister ernannt und sollte zusammen mit dem Feuerriesen Surt (auch Durin genannt) all die Schwarzalven und Zwerge schaffen, die nötig waren um das große Werk in Angriff nehmen zu können und auch zu beenden. Die Lebenskörner, die für diese neuen Wesen nötig waren, fanden Mimer und Surt im Blut und anderen Körperteilen des toten Riesen Ymer. Diese Lebenskörner führten auch dazu, dass die Schwarzalven und Zwerge außerordentliche Kunsthandwerker wurden. Mimer schuf die Zwerge und Surt die Schwarzalven, die deshalb als seine Söhne bezeichnet wurden.

Nachdem Schwarzalfen und Zwerge geschaffen waren, begann eine rege Arbeit auf der Ebene Idaslätter in der nordischen Unterwelt. Man begann damit all die Werkzeuge und Hilfmittel zu schmieden, die benötigt wurden um die im Detail geplante Erde zu gestalten, wobei auch schon der Schmuck hergestellt wurde, der die späteren Bewohner der Erde schmücken sollte.

Während der Ting-Sitzung hatten Mimer und die Götter beschlossen mit einem Himmelgewölbe zu beginnen, auf dem Sonne und Mond feste Bahnen einnehmen sollten, die Tag und Nacht erscheinen ließen und mit deren Hilfe die Menschen die Zeit berechnen konnten und ein Zeichen erhielten, das ihnen sagte, wann sie schlafen sollten. Dieses Himmelsgewölbe wurde aus dem Schädel Ymers geschaffen, wobei sein Gehirn in Sturmwolken verwandelt wurde, die unterhalb des Gewölbes durch die Luft wirbeln sollten.


Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, april 06, 2011

Der Untergang der eisigen Riesen und die Wächter von Hvergelmer

Nordische Mythologie Teil 5 - Die Vorbereitung der Erde

Nachdem Oden Mjöd getrunken und von Mimer die wichtigsten Zaubersprüche (Runen) erhalten hatte, fühlte er sich stark genug die Oberwelt mit der Erde von den Urgiganten zu befreien, also von Ymer und seinen Nachkommen.

Oden machte sich daher in Begleitung seiner Brüder Höner und Lodur auf den Weg zur oberen Welt, die sich im Geäst von Yggdrasil, dem Weltenbaum, befand. Ihre erste Tat dort war den grausamen Riesen Ymer zu töten, indem sie ihm die Halsschlagader aufschnitten. Das viele Blut aus dem Körper Ymers wurde zu einem Ozean in dem die Nachkommen des Riesen ertranken.

Aber genauer genommen wurden nur die Körper der Nachkommen Ymers getötet, denn die Seelen lebten weiter und verschwanden in der Unterwelt, wo sie sich nördlich des Nidalfjället in Nifelheim niederließen, einem Teil des Reiches, wo die ewige Nacht herrschte und frostige Nebelschwaden über stinkende Sümpfe schwebten.

In diesem Teil von Nifelheim bauten sich die Seelen der Nachfolger Ymers einen großen Saal und entwickelten sich zu gefährlichen Gegnern Mimers. Zum Geschlecht der Nachfolger Ymers gehörten die Geister der Krankheit, böse Zwerge, Morn (die unsterbliche Angst), Tope (der Wahnsinn), Ope (die herzzerreißenden Tränen) und Otåle (die permanente Unruhe und Sorge).

Zum Schutz gegen diese eisigen, hartherzigen Wesen stellten Mimer und Oden an der Quelle Hvergelmer, die die Grenze zu Nifelheim ausmachte, Wachen auf. Diese Wachen wurden von den Alven Ivalde und seinen drei Söhnen ausgewählt und geführt. Diese vier Alven hatten den Göttern der nordischen Mythologie ewige Treue geschworen und waren  nicht nur tapfere Kämpfer, sondern auch außerordentlich geschickte Künstler.

Die drei Söhne Ivaldes hatten von Mimer persönlich die Schmiedekunst gelernt, wobei Valand (oft auch Völund genannt) der geschickteste unter ihnen war und Kunstwerke schuf, die sonst nur Sindre, ein Sohn Mimers, zu Stande brachte. Unter den Brüdern Valands war Egil einer des besten Bogenschützen der Vorzeit und Slagfinn ein hervorragender Skiläufer.


Copyright: Herbert Kårlin

lördag, april 02, 2011

Odens Blick auf die zukünftigen Welten

Nordische Mythologie Teil 4 - Odens Aufgabe und Prüfung

Anfangs besaß in der Unterwelt ausschließlich Mimer alle Kenntnisse der vergangenen und der zukünftigen Welt, eine Weisheit, die er über die Quelle der Weisheit, Mimers brunn, erhielt. Das Wasser der Quelle konnte daher nicht mit gewöhnlichem Wasser verglichen werden und hieß Mjöd, eine Art Manna, das sowohl Wissen vermittelte als auch Hunger und Durst stillte und alle Grundstoffe aller Welten schaffen konnte.

Mimer hatte sieben Söhne, die, als seine Nachfolger, ebenfalls das göttliche Mjöd trinken durften und daher die Schmiede aller Welten wurden. Sie konnten nicht nur Schmuck aus Gold und Silber schaffen, sondern auch Gras und Kräuter oder andere Gegenstände, die es noch nicht auf den Welten gab.

Das Schicksal hatte es so bestimmt, dass Oden und alle seine Nachfolger nicht in der Unterwelt verbleiben sollten, sondern für die oberirdischen Welten zuständig sein sollten. Dies war auch der Grund, warum Oden eines Tages auf die Spitze des Weltenbaumes Yggdrasil kletterte und einen Blick auf sein zukünftiges Reich warf.

Was er sah, versetzte ihn mehr in Schreck als Begeisterung, denn die öde Fläche wurde vom grausamen Riesen Ymer und dessen Nachkommen beherrscht. Auf den ersten Blick war dem noch jungen Oden bewusst, dass er seiner Aufgabe nicht gewachsen war, denn alles war erst zu schaffen und zudem hatte er einen gefährlichen Riesen in seinem Reich. Nur ein Schluck aus der Quelle der Weisheit konnte ihm helfen, wenn er neue Welten schaffen und steuern sollte.

Oden bat daher Mimer um Mjöd, was ihm dieser jedoch verweigerte, wenn er nicht beweisen konnte, dass er sich dem Genuss des göttlichen Getränks würdig erweist. Diese Aussage gab Oden die Kraft, dass er neun Tage lang ohne Essen und Trinken und von Speeren der Riesen verletzt im Geäst des Yggdrasil verbrachte. Immer wieder blickte er in die Unterwelt zu Mimer und bat unter Tränen um die nötige Stärke, die ihm fehlte, um die neuen Welten zu regieren.

Nach neun Tagen verließen Oden die Kräfte und er fiel vom Weltenbaum Yggdrasil in die Unterwelt. Erst als er hier noch eines seiner Augen Mimer opferte, gab ihm der Weise Mjöd zu trinken und legte das Auge Odens in die Quelle, wodurch Oden alle Schicksale der Welten sehen konnte. Mimer lehrte ihm dann neun Zauberlieder und Oden gewann die Weisheit und die Stärke, die die Aufgabe von ihm forderte.


Copyright: Herbert Kårlin

fredag, april 01, 2011

Ginnungagap, das große Loch

Ginnungagap ist in der nordischen Mythologie der leere Raum zwischen Muspelheim und Nifelheim, das ursprüngliche Chaos, aus dem sich die Welt entwickeln sollte. Im Chaos gab es kein Leben und keine festen Stoffe, daher wird Ginnungagap als das Nichts betrachtet.

Außerhalb von Ginnungagap gab es jedoch im Norden das eisige Muspelheim, das langsam in die Leere vordrang und im Süden lag Nifelheim, das von Surt mit seinem glühenden, funkensprühenden Schwert bewacht wurde. Elfen, die in Ginnungagap entstanden, sobald etwas Wärme aus Nifelheim vordrang, erstarrten unmittelbar zu Eis und wurden von Raureif überzogen.

Erst ein langer Kampf zwischen dem Reich der Kälte und der Welt der Hitze, zu dem sich die Weisheit einer Quelle, Mimers brunn, gesellte, die sich unterhalb von Ginnungagap befand, ließ dann die Unterwelt mit Yggdrasil, dem Weltenbaum, dem Riesen Ymer und der Urkuh Audhumbla entstehen.

Im elften Jahrhundert wurde das Maar zwischen Grönland und Amerika ebenfalls Gunnangagap genannt, James Webb benannte das erste Kapitel seines Buches „The Occult Establishment“ über die politische und ökonomische Entwicklung Europas nach dem ersten Weltkrieg Ginnungagap, die bedeutendst CD von Robert Scott Thomson hieß Ginnungagap und die schwedische Goth Metal Band Therion präsentierte ebenfalls ein beeindruckendes Werk, das sich Ginnungagap nennt.
Copyright: Herbert Kårlin

torsdag, mars 31, 2011

Audhumbla, die Schöpferin der nordischen Götter

Audhumbla, die auch oft Audumla genannt wird, die heilige Kuh der nordischen Mythologie, entstand gleichzeitig mit Ymer aus Rauhreif und der Kraft, die beim Zusammentreffen der eisigen Quelle Hvergelmer und der warmen Quelle Urds im Süden von Ginnungagap entstand und sich aus den Urstoffen der Quelle der Weisheit, Mimers brunn, entwickelte.

Audumla ernährte sich von den Lebenskörnern, die sich beim Entstehen der Unterwelt befreiten und sich in ihrem Magen verhärteten und beim Ausscheiden zu Stein wurden. Die heilige Kuh leckte ständig den Raureif, der sich auf den Steinen ablegte, was dazu führte, dass sich aus einem dieser Steine ein göttliches Wesen entwickelte, Bure, der Stammvater aller Götter.

Aus den Eutern Audhumblas strömten vier Milchströme, die die Kraft der Lebenskörner trugen. Von dieser Milch ernährte sich das das zweite Wesen der Urzeit, der Riese Ymer, aus dem später die Erde geschaffen wurde.

Audhumbla ist der fünfte Gesang einer mythischen Oper, der Name einer der ursprünglichen nordischen Kuhrassen und hat Künstler jeder Art inspiriert. Sie gehört zu den Symbolen der Freimaurer und ist eines der Sternzeichen. Aber auch mehrere Firmen in Schweden nennen sich nach dieser in der nordischen Mythologie so bedeutenden Urkuh.
Copyright: Herbert Kårlin

söndag, mars 27, 2011

Die ersten Wesen der nordischen Mythologie

Nordische Mythologie Teil 2 – Die ersten Wesen

Die Schaffenskraft von Mimers brunn, der Quelle der Weisheit, hielt die Stoffe der Welt feucht, was zu einer Gährung führte, die das erste lebende Wesen der neuen Welt entstehen ließ, nämlich die Urkuh Audhumbla.

Audhumbla ernährte sich von den Lebenskörnern, die in den entstandenen Grundstoffen enthalten waren und verwandelte sie im Magen zu festen Stoffen, die ein verstecktes, göttliches Leben in sich bargen. Bei der Ausscheidung wurde diese Masse zu einer Art Steinen.

Indem dann Audumla den Raureif, der sich auf den Steinen bildete, jeden Tag ableckte, entstand so langsam aus der steinigen Masse ein menschenähnliches Wesen, das sehr schön und sehr groß war. Audhumbla, auch Audumla genannt, ließ dadurch den ersten Riesen entstehen. Dieser Riese mit göttlichem Atem, hatte den Namen Bure und ist der Stammvater aller Götter. Bure ist der Vater von Bur und der Großvater Odens.

Gleichzeitig mit der Urkuh Audumla entstand noch ein weiteres Wesen, das sich aus den giftigen Tropfen entwickelte, die die Quelle der eisigen Kälte, Hvergelmer, hervorbrachte und die sich an einer einzigen Stelle wie ein Stalagmit sammelten und ausgewachsen den Riesen Ymer entstehen ließen.

Dieses Wesen, der Riese Ymer, saugte mit vier Mündern gleichzeitig vier Ströme Milch aus den Eutern Audumlas. Dadurch wurde er mit den Lebenskörnern ernährt, was dazu führte, dass er zum Stammvater vieler Geschlechter wurde, die sich aus seinen verschiedenen Körperteilen entwickelten.

Unter seinem linken Arm entstand ein Mann und eine Frau, die sehr viele Riesen als Nachfolger hatten. Aus seinen beiden Füßen ging der dreiköpfige Riese Trudgelmer hervor, der ohne Frau einen Sohn Bergelmer hervorbrachte.

Die Nachfolger des Riesen Ymer waren sowohl grausame als auch freundliche Wesen. Unter den freundlichen Wesen der nordischen Urzeit, die als Kinder Ymers bezeichnet werden können, kann man Mimer und seine Schwester Beisla nennen, sowie die drei weissagenden Schwestern Urd, Verdande und Skuld.




Copyright: Herbert Kårlin

måndag, mars 21, 2011

Ymer, der Riese, der aus Raureif und Funken entstand

Der Riese Ymer oder Aurgelmer, wie er auch genannt wird, wurde nach der nordischen Mythologie aus dem Raureif in Nifelheim und den Funken aus Muspelheim geschaffen, wobei er in Ginnungagap lebt, das sich zwischen Nifelheim und Muspelheim befindet und das ursprüngliche Chaos darstellt. Gleichzeitig mit Ymer entstand , ebenfalls aus Raureif, die Urkuh Audhumbla, die Ymer mit ihrer Milch ernährte.

Ymer war das erste Wesen der nordischen Mythologie. Während der Riese schlief, wuchsen unter seiner linken Hand ein Mann und eine Frau und aus seinen beiden Füßen ein dreiköpfiger Sohn. Diese Nachfolger Ymers sind die Urväter aller Riesen.

Ymer wurde von drei seiner Nachkommen, nämlich Oden, Vile und Ve getötet, die dann aus seinem Körper die Welt schufen. Aus seinem Fleisch wurde die Erde, aus seinem Blut Wasser, den Gebeinen die Berge, seinen Haaren Bäume, aus seinem Totenkopf der Himmel und seinem Gehirn die Wolken. Alle seine Teile wurden zu einem Teil von Himmel und Erde.

Ymer ist vermutlich das Wesen, das in Schweden, und ganz Skandinavien, die meisten Spuren hinterlassen hat, denn nach ihm wurde eine Insel benannt, ein Eisbrecher, eine dänische Yoghurt-Sorte, aber auch Werbebüros, Altersheime und Sportverbände. Ymer ist selbst ein geläufiger schwedischer Vorname, auch wenn er heute nicht mehr unter den 100 häufigsten Namen des Landes zu finden ist.
Copyright: Herbert Kårlin