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tisdag, maj 17, 2011

Der Lehrer der Menschen in Midgård

Nordische Mythologie Teil 17 - Der Lehrer der Menschheit kommt an

Die Götter wählten den Gott des Feuers zum Lehrer der Menschheit als dieser gerade erst ein Baby war. Heimdall, der neun Mütter hatte, gilt allgemein als Gott der Vaner, da er in der Unterwelt, dem Reich der Vaner geboren war, auf der anderen Seite des Weltenmeers.

Damit Heimdall auch seiner Aufgabe gewachsen war, wurde er mit Stärke, Weisheit und Ausdauer ausgerüstet. Dies geschah, indem das Baby das Wasser der drei Quellen der Unterwelt zu trinken bekam, die auch den Weltenbaum Yggdrasil nährten.

Urds Quelle, die ein Wasser führt, das wie Silber glänzt und auf dem weiße Schwäne schwimmen, verlieh Heimdall alle Kraft, die auch die Welten stärkte und gedeihen ließ. Mimers Quelle, die auch das Mjöd der Götter lieferte, verlieh dem Knaben Weisheit, Vernunft und die Gabe der dichterischen Sprache. Die eisige Quelle Hvergelmer dagegen gab ihm die Härte und die Ausdauer, die seine Aufgabe erforderte.

Nachdem Heimdall mit den drei Gewässern genährt war, wurde ihm am Strand von Vanaheim ein Boot zurechtgemacht, das ihn nach Midgård führen sollte. Während der Junge noch schlummerte, wurde das Boot prachtvoll geschmückt, wobei neben Heimdall eine Getreidegerbe, ein Feuerbohrer, Werkzeug, Waffen und Geräte für verschiedene Handwerke gelegt wurden.

Daraufhin wurde das kleine Boot, das von zwei Schwänen gezogen wurde, ins Wasser geschoben um den Weg zu nehmen, den Urd vorbestimmt hatte. Alle Schwäne, die man später in Midgård fand, kommen von diesem Paar, das ursprünglich in der Unterwelt an Urds Quelle lebte.

Eines Tages sahen dann die Menschen, die am Strand von Aurvangalandet standen, das Boot in einer Bucht ankommen und fanden in ihm ein schlafendes Kind und viele unbekannte Gerätschaften von denen sie nicht wussten wozu sie dienten. Sie nahmen den Kleinen in ihrer Gemeinschaft auf und pflegten ihn mit Liebe und Zärtlichkeit. Die Gerätschaften nahmen sie ebenfalls mit, da sie dachten, dass sie sicher einen Nutzen hatten, wenn sie mit dem Boot ankamen.
Copyright: Herbert Kårlin
 

torsdag, maj 05, 2011

Die Zwerge Nordre, Sudre, Austre und Vestre

Die Götter schufen Zwerge bereits bevor die Welt der nordischen Mythologie entstand, als die Asa-Götter selbst noch in der Unterwelt lebten. Da die Zwerge nur wenig Kontakt mit anderen Wesen hatten, wurden sie als scheue Wesen beschrieben, die die Dunkelheit bevorzugten. Die meisten unter ihnen galten als hervorragende Künstler.

Die Zwerge Nordre, Sudre, Austre und Vestre hatten von den Göttern eine besondere Aufgabe bekommen, den sie sollten das Himmelgewölbe, das aus dem Schädel Ymers hergestellt war stützen. Die vier Zwerge repräsentieren daher die Himmelrichtungen und hatten, gemeinsam mit den vier Hirschen, die in Yggrasil, dem Weltenbaum, lebten eine Rolle bei der Entstehung der vier Hauptwinde.

Von den vier Zwergen Nordre, Sudre, Austre und Vestre werden in Schweden auch die Namen der vier Himmelrichtungen Norden (nord), Süden (syd), Osten (öster) und Westen (väster) abgeleitet. Die Zwerge der nordischen Mythologie kommen noch heute in zahlreichen Legenden und Sagen des Nordens vor, wobei aus ihnen auch die schwedischen Trolle entstanden.  

Copyright: Herbert Kårlin