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måndag, april 25, 2011

Gjallarhorn, das Horn Heimdalls

Das Gjallarhorn hat in der nordischen Mythologie mehrere Bedeutungen, wobei es jedoch vor allem für eine Aufgabe geschaffen wurde, nämlich die Götter zu warnen, wenn Nidhögg, die Riesen und die bösen Mächte Asgård angreifen um den Weltuntergang herbeizuführen, also Ragnarök.

Das Gjallarhorn ist ein ständiger Begleiter Heimdalls, dem Wächter der Brücke Bifrost. Sein Laut ist so durchdringend, dass er in allen neun Welten zu hören ist, die in der nordischen Mythologie existieren. In zweiter Linie dient das Gjallerhorn auch dafür den Göttern Botschaften zu schicken, wobei dann der Ton des Hornes jedoch nur von den Göttern gehört werden kann.

Gjallarhorn ist auch der Name einer Versicherungszeitschrift, eines norwegischen Blasorchestern und einer finnischen Volksmusikgruppe, die vor allem in Schwedisch altnordische Themen aufgreift. Die Gruppe, die 1994 gegründet wurde, baut vor allem auf die traditionelle finnland-schwedische Spielmanntradition auf.
Copyright: Herbert Kårlin
 

fredag, april 22, 2011

Der Adler Hräsvelg und die Winde der Welt

Die Herkunft des riesigen Adlers Hräsvelg ist nicht bekannt, weshalb er oft als Riese in Adlergestalt bezeichnet wird. Hräsvelg, oft auch Räsvelg genannt, sitzt auf der Spitze des Weltenbaumes Yggdrasil, von wo aus er alles was in den verschiedenen Welten geschieht, überblicken kann. Er steht jedoch auch in Verbindung mit den anderen Tieren, die zwischen den verschiedenen Welten verkehren können, und erfährt damit viele Geheimnisse aus den verschiedenen Reichen.

Zwischen den Augen Hräsvelgs sitzt der Habicht Väderfölne, der damit noch etwas mehr sieht als schon der Adler Hräsvelg. Hräsvelg ist mit seinen riesigen Flügeln verantwortlich für alle Winde, die in den verschiedenen Welten blasen. Mit seinem Flügelschlag kann er sowohl die Richtung, als auch die Stärke eines Windes beeinflussen.

Zusammen mit Fenrisulven, Hel, Nidhögg und der Midgårdsormen symbolisiert Hräsvelg die lauernde Gefahr in der nordischen Mythologie, wobei er jedoch abwartet und nicht direkt auf die Geschehnisse einwirkt. Hräsvelg steht in einem permanenten Streitgespräch mit dem Drachen Nidhögg, der die Welten dem Untergang näher bringen will.

Auch wenn der Adler Hräsvelg einige Künstler und Motorradklubs Schwedens bei der Namensgebung oder der Schaffung von Werke beeinflusst hat, so hat er gesamt gesehen jedoch weitaus weniger Spuren im heutigen Schweden hinterlassen als andere Gestalten aus der Mythologie Schwedens.
Copyright: Herbert Kårlin
 

onsdag, april 20, 2011

Der Drache Nidhögg und Yggdrasil

In der nordischen Mythologie symbolisiert der Drache Nidhögg, bisweilen auch Nidhugg geschrieben, das Böse. Nidhögg sieht man oft im Gebirge Nidafjäll, wobei er ständig an den Wurzeln des Weltenbaumes Yggdrasil nagt um ihn zu schwächen. Der Drache Nidhögg taucht auch immer wieder an der Quelle Hvergelmer auf und in Hel, wo er das Blut der Toten trinkt.

Nidhögg war ständig in einer Art Wortgefecht mit dem riesigen Adler Hräsvelg, der auf der Spitze Yggdrasils wohnte und mit seinen Flügeln die Winde schuf. Der Adler symbolisierte die gefährlichen Mächte, die über die Welt schwebten, wobei die grösste Gefahr von Nidhögg ausging.

Der Drache Nidhögg verhindert kurz vor Ragnarök, dass die Götter eine neue Welt errichten und während er entlang der felsigen Steilhänge fliegt, geht die Welt unter.

Nidhögg ist ein beliebter Name für schwedische Motorradclubs sowie von Vereinen von Bergsteigern. Auch als Pseudonym in den Social Medias ist Nidhögg in Schweden ein häufig gewählter Begriff. Eine der jüngsten Vikingrock-Gruppen, die erst dieses Jahr eine neue CD herausgaben ist Nidhöggs Vrede, die altnordische Themen zu Heavy Metal machen. Mehrere ihrer Stücke haben einen direkten Bezug zum Drachen Nidhögg.
Copyright: Herbert Kårlin

måndag, april 18, 2011

Nidafjället, die Grenze zwischen Kälte und Wärme

Nidafjället ist nach der nordischen Mythologie eine hohe Bergkette, die Nifelheim, das Reich der Kälte, von den warmen Gefilden Mimers und Urds trennt. Auf den Höhen des Gebirges mit ewigem Schnee entspringt die Quelle Hvergelmer, deren Flüsse dann sowohl in das Reich der Kälte als auch in die Reiche der Wärme fließen.

Auf dem Nidafjället wohnt der Drache Nidhögg, der von hier aus ins Tal gleitet und hier findet man auch den Saal Sindre, der dem Zwergengeschlecht der Sindres gehört, ein Saal aus rotem Gold, in den die Götter nach Ragnarök einziehen sollen.

Auf Nidafjället wohnt auch die Riesin Skade, die mit dem Gott Njord verheiratet ist, wobei sich das Paar aber schon kurz nach der Hochzeit trennt, da Skade die Möwenrufe an der Küste, dem Wohnort Njords, nicht hören will und Njord den heulenden Wölfe in den Nidafjällen nicht lauschen konnte.
Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, mars 29, 2011

Die Quelle Hvergelmer in der nordischen Mythologie

Hvergelmer oder auch Vergelmer ist eine der drei Quellen aus denen sich der Weltenbaum Yggdrasil ernährt und wo sich eine seiner drei Wurzeln befinden. In dieser Quelle wohnt der Drache Nidhögg und einige Schlangen. Nidhögg nagt ständig an den Wurzeln des Baumes und repräsentiert das Böse in der nordischen Mythologie. Indem er die Wurzeln zerstört, wird er auch mit am Ragnarök Schuld tragen.

Hvergelmer, was soviel wie der „rauschende Kessel“ heißt, fließt an der nördlichen Wurzel von Yggdrasil vorbei, um sich dann in elf eiskalte Flüsse zu teilen. Diese Flüsse heißen Elivågor und deren Wasser wird immer kälter bis es zu Eis erstarrt, das den Norden von Ginnungagap füllt, wo es dann auf die Wärme von Muspelheim trifft und sich im Kampf zwischen Kalt und Warm die ersten Wesen der Nordischen Mythologie entwickeln, Audumla und Ymer.

Auch die Quelle Hvergelmer hat Familien ihren Namen gegeben und mehrere Black Metal Gruppen haben sich von der Kraft des eisigen Wassers inspirieren lassen, wobei insbesondere die Gruppe Hvergelmer auch internationalen Erfolg aufweisen kann.
Copyright Herbert Kårlin