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onsdag, maj 18, 2011

Heimdall, der Lehrer der Menschen

Obwohl Heimdall im Grunde keinem Göttergeschlecht der nordischen Mythologie angehörte, sondern der Sohn von neun Müttern ist, wird er als Vanagott bezeichnet, der den Aser sehr nahe steht, was vermutlich damit zusammenhängt, dass er zahlreiche wichtige Aufgaben wahrnehmen musste und bereits als kleines Kind von den Göttern Asgårds eine bedeutende Aufgabe erhielt.

Da Ask und Embla und alle ihre Nachkommen ein kulturloses, einfaches Leben führten und daher nur ein primitives Dasein führten, schickten die Asagötter Heimdall zu ihnen, der ihnen alles lehrte, was sie zu einem höher entwickelten Leben brauchten. Heimdall zeigte ihnen die Geheimnisse des Feuers, lehrte ihnen Lesen und Schreiben, sowie die Geheimnisse der Runen, er brachte ihnen alle Handwerke bei und unterrichtete sie im Herstellen von Kleidung und Schmuck. Es war auch Heimdall, der ihnen Gesetze brachte, die das Zusammenleben unter den verschiedenen Gesellschaftsklassen regelte.

Später war Heimdall, der wegen seinen goldenen Zähnen auch oft Gyllentand genannt wurde und in Himinbjörg wohnte, der Wächter von Bifrost, der bei großer Gefahr mit dem Gjallerhorn die Götter von der Ankunft der Riesen warnen sollte. Die Rolle des Wächters wurde deshalb Heimdall anvertraut, weil er weniger Schlaf als ein Vogel benötigte, mehrere hundert Kilometer weit sehen konnte und selbst das Gras und die Haare sowie das Fell der Tiere wachsen hören konnte.

Durch die Bedeutung Heimdalls in der nordischen Mythologie gibt es jede Art von Unternehmen, die sich in Schweden noch immer den Namen Heimdall geben, wobei bereits Ende der 80er Jahre auch ein Computerspiel dieses Namens auf den Markt kam, kurze Zeit eine schwedische Gruppe mit Vikingrock mit dem Namen Heimdall einen gewissen Erfolg hatte, aber auch eine italienische Power Metal Band Platten unter diesem Namen veröffentlicht, unter anderem die CD Lord Of The Sky mit dem Song Fall Of The Bridge. Die Gruppe wird im September ihre fünfte CD auf den Markt bringen.
Copyright: Herbert Kårlin
 

torsdag, april 28, 2011

Asgård und Valhall, die Welt der Götter

Nordische Mythologie Teil 11 – Valhall und Asgård

Asgård befand sich nach der nordischen Mythologie an der höchsten Stelle des Weltenbaumes Yggdrasil. Mitten in die grünen Haine dieser Landschaft bauten die Künstler der Urzeit Valhall, das Gebäude, in dem die Götter wohnen sollten.

Zu Valhall gehörte der Aussichtsturm Lidskjalf, von dem aus die Aser sowohl Midgård, die Welt der Menschen, als auch Jotunheim, die Welt der Riesen überwachen konnten. Von der Spitze des Turmes konnten sie selbst die Ränder der Scheibe der Unterwelt sehen, da die Unterwelt die größte Scheibe ist, dessen Rand sich unter freiem Himmel befindet.

Auf diesem von Asgård aus sichtbaren Gürtel der Unterwelt wohnen die Vaner und die Alfer, wobei die Vaner auf der westlichen Seite der Scheibe leben und die Alfer auf der östlichen.

Die Unterwelt wird häufig auch Jormungrund genannt, was soviel wie großer Grund bedeutet, da die Unterwelt größer ist als die anderen Welten.

Da Oden von Lidskjalf aus nur den Rand von Jormungrund sehen kann, schickt er seine beiden Raben Hugin und Munin jeden Morgen in die Unterwelt. Bei ihrer Rückkehr am Abend berichten sie ihm alles, was sie dort sahen und hörten und bieten ihm so auch einen Überblick über die Geschehnisse und Pläne in Jormungrund.

Über Asgård breitet Yggrasil immergrüne Zweige, die nur von den Aser-Göttern gesehen werden können. Auf diesen Zweigen wachsen zahlreiche Früchte von denen sich die Götter ernähren und die ihnen die Unsterblichkeit geben.

Wenn die Aser zur Unterwelt wollen, so benutzen sie grundsätzlich die Brücke Bifrost, da dies schneller geht als auf Pferden durch das Luftmeer zu reiten, denn zum einen können Pferde nicht so schnell reiten und zum anderen sind dort starke Luftströme, die jede Reise verlangsamen und unsicher machen.

Hoch über Yggdrasil, im Weltraum, findet man noch die Himmelsgewässer, die durch die Verdunstung von Meer und Seen entstehen. Die Wasser stoßen dort auf den „schwarzen Schreckglanz“, einen Stoff, der den Gewitterwolken die dunkle, metallische Farbe gibt. Dieser Stoff kann sich auch entzünden und wird dadurch zu zigzagförmigen Geschossen, die jedes Ziel, das sie aussuchen, treffen.

Die Stelle an der sich die Himmelsgewässer treffen wird Eiktyrner genannt, was in etwa Eichenstecher bedeutet, da die Blitze, die hier in den Gewitterwolken entstehen, sehr häufig die Eichen in Midgård treffen. Von Eiktyrner stürzt auch ein Fluss in die Tiefe, der Asgård von der Sicht der Menschen schützt.

Über diesen Fluss führt eine Fallbrücke, die ebenfalls die Urzeitkünstler geschaffen haben. Hierbei handelt es sich um die berühmte Asgårdspforte, die ein wahres Kunstwerk ist und von Menschen nicht überschritten werden kann.

Auf der Spitze des Yggdrasil, noch über Asgård, wohnt der Hahn Gullenkamme mit seinem goldenen Kamm, der ein Symbol für die Wachsamkeit der Götter ist und ein Zeichen dafür, dass die Welten unbekümmert ihrem Lauf folgen können.

Copyright: Herbert Kårlin

måndag, april 25, 2011

Gjallarhorn, das Horn Heimdalls

Das Gjallarhorn hat in der nordischen Mythologie mehrere Bedeutungen, wobei es jedoch vor allem für eine Aufgabe geschaffen wurde, nämlich die Götter zu warnen, wenn Nidhögg, die Riesen und die bösen Mächte Asgård angreifen um den Weltuntergang herbeizuführen, also Ragnarök.

Das Gjallarhorn ist ein ständiger Begleiter Heimdalls, dem Wächter der Brücke Bifrost. Sein Laut ist so durchdringend, dass er in allen neun Welten zu hören ist, die in der nordischen Mythologie existieren. In zweiter Linie dient das Gjallerhorn auch dafür den Göttern Botschaften zu schicken, wobei dann der Ton des Hornes jedoch nur von den Göttern gehört werden kann.

Gjallarhorn ist auch der Name einer Versicherungszeitschrift, eines norwegischen Blasorchestern und einer finnischen Volksmusikgruppe, die vor allem in Schwedisch altnordische Themen aufgreift. Die Gruppe, die 1994 gegründet wurde, baut vor allem auf die traditionelle finnland-schwedische Spielmanntradition auf.
Copyright: Herbert Kårlin
 

söndag, april 24, 2011

Die Göttergeschlechter: Aser und Vaner

Nordische Mythologie Teil 10 - Die Rolle der Aser und der Vaner

Bereits zu Beginn war bestimmt, dass Oden und alle seine Nachkommen zu den Aser, den Asagöttern gehören sollten und ihre Wohnung sich an der höchsten Stelle des Weltenbaumes Yggdrasil befinden sollten. Die Vaner oder Vanagötter dagegen sollten für immer von der Unterwelt aus regieren. Die Ursache dafür war vor allem, dass die beiden Göttergeschlechter einen sehr unterschiedlichen Charakter hatten und sich ergänzten.

Die Aser, die Götter, die in Asgård wohnten, hatten alle eine kriegerische Neigung und einige liebten es auch ihre Kraft immer wieder zu beweisen. Diese Götter wollen in das Geschehen und die Entwicklung der Welten eingreifen. Dies betraf selbst noch Balder, der der mildeste unter den Aser war.

Da die Welten immer wieder von bösen Mächten bedroht werden sollten, mussten die streitbaren Krieger einen Überblick über den Lauf der Geschehnisse behalten, was nur an der Spitze von Yggdrasil möglich war. Von dort aus konnten sie sehen, was in Midgård und Jotunheim vor sich ging und dadurch sollten sie rechtzeitig die bösen Einflüsse bekämpfen können. Dies war der Grund, warum in den Höhen des Yggdrasil Asgård errichtet wurde.

Die Vaner dagegen, das Geschlecht Höners, liebten die Ruhe und ein gleichmäßiges, friedliches Dasein. Sie waren daher dafür bestimmt den Lauf der Welten aufrecht zu halten. Die Vaner waren es auch, die darauf achteten, dass Sterne, Mond und Sonne ihren regelmäßigen Lauf nahmen, dass die Tage und Nächte aufeinander folgen und Ebbe und Flut sich in gleichmäßigem Abstand abwechselten.

Da die Aser und Vaner nur gemeinsam die Welten in Gang halten konnten, benötigten sie eine Verbindung zwischen Asgård und Unterwelt. Diese Verbindung wurde eine dreifarbige Brücke zwischen den beiden Götterreichen, die am Rande der Scheibe von Midgård vorbei führte. Diese Brücke wurde Bifrost genannt.

Da die Brücke nur den Göttern dienen sollte und sowohl von Menschen als auch den bösen Mächten und den Riesen nicht betreten werden durfte, wurde Heimdall als ihr Wächter eingesetzt. Da die Götter jedoch wussten, dass selbst die beste Wache abgelenkt werden kann, brachten sie auf beiden Enden der Brücke zusätzlich Zauber-Runen an, die Bifrost gegen jede Art von Eindringling schützte und sie selbst unsichtbar machen konnten.  

Copyright: Herbert Kårlin
 

lördag, april 23, 2011

Bifrost, die Brücke der Götter

Bifrost ist in der nordischen Mythologie die Brücke, die die Welt der Götter, Asgård, mit der Unterwelt an den Wurzeln des Yggdrasil verbindet und am Rande von Midgård, der Welt der Menschen, vorbeiführt. Die Götter steigen jeden Tag über die Brücke zur Unterwelt um dort Ting zu halten, also wichtige Fragen zu diskutieren und Recht zu sprechen.

Bifrost bezeichnet die „flammende“ Brücke, die von Heimdall mit seinem Hjallerhorn bewacht wird und aus drei Farben besteht. Daher wird diese Brücke auch oft als Regenbogen oder Winterstraße bezeichnet. Irrtümlich wird die Brücke bisweilen auch als Weg zwischen Midgård und Asgård bezeichnet, dem Weg zwischen Himmel und Erde, aber tatsächlich ist sie, wie der Regenbogen, außer Reichweite der Menschen.

Bifrost ist einer der Begriffe der nordischen Mythologie, die für jede Art von Aktivitäten übernommen wurden. Außer der letzten dänischen Flower Power Gruppe, gibt es in Mölndal einen Stadtteil Bifrost, ein isländische Pferdeart wurde nach der Brücke benannt, Künstler nennen Werke nach Bifrost und selbst ein gefährlicher Trojaner nennt sich Bifrost.
Copyright: Herbert Kårlin