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söndag, maj 01, 2011

Valhall, die Wohnung der Götter

Valhall, oft auch Valhöll geschrieben, ist das imposanteste Gebäude in Asgård in dem die Asa-Götter wohnen. Dies führte auch dazu, dass Valhall oft mit dem Himmel in Verbindung gebracht wird, auch wenn diese Symbolik etwas zweifelhaft ist, da Valhall eigentlich bedeutet „die Halle der gefallenen Krieger“.

Valhall war innen mit unzähligen goldenen Schildern und Speeren verziert, so dass alle Räume wie von Sonnenlicht überzogen schienen. Jeden Abend belebte sich das Gebäude, das 540 Türen hatte durch die jeweils 800 Krieger gleichzeitig gehen konnten, da hier die Einhärjar nach den täglichen Kämpfen, die vor Valhall statt fanden, das Fleisch vom Eber Särimner aßen und das Mjöd Heidruns tranken.

Zu Valhall gehörte auch der Turm Lidskjalf, von dem aus die Götter Midgård und Jotunheim überwachten, damit sie eventuelle Bedrohungen rechtzeitig feststellen konnten.

Den Namen Valhall findet man in Schweden in den verschiedensten Zusammenhängen, da es ein beliebter Name für Hotels, Konferenzanlagen, Sportzentren, Vereine und Parkanlagen ist, aber auch Vorbild für einen Comic und einen animierten Film war. Zahlreiche Musikgruppen, unter anderem auch Black Sabbath, ließen sich bei ihren Werken von Valhall beeinflussen.
Copyright: Herbert Kårlin
 

lördag, april 30, 2011

Gerd, die schöne Riesin Jotunheims

Gerd, die Tochter Gymers und Aurbodas ist eine der schönsten Riesinnen aus Jotunheim, der Welt der Riesen, weshalb sie auch mit dem Nordlicht in Verbindung gebracht wird. Die Schönheit Gerds soll so immens gewesen sein, dass sich allein wegen ihrer Schönheit der Asagott Frej in sie verliebte.

Als Frej einmal von Lidskjalf aus nach Norden über Jotunheim blickte, fiel sein Blick auf Gerd. Ein einziger Blick auf die schöne Riesin reichte, dass er nicht mehr reden, nicht mehr essen und nicht mehr schlafen konnte. Bereits nach diesem einen Blick wollte er sich nur noch mit Gerd verheiraten und hatte keine anderen Gedanken mehr.

Frej schickte daher seinen Diener Skirner mit seinem Schwert, das selbständig kämpfen konnte, nach Jotunheim um für ihn zu freien. Gerd wollte jedoch nichts von Frej wissen und interessierte sich weder für die goldenen Äpfel, die Skirner dabei hatte, noch für den wertvollen Ring Draupner. Selbst Drohungen mit dem Schwert liesen sie kalt.

Erst als Skirner damit drohte mit Hilfe von Runen die schwersten Plagen über sie und ihre Familie zu bringen und zwar in diesem und den zukünftigen Leben, lässt Gerd sich erweichen und stimmt in die Höchzeitspläne ein. Als Entschädigung für den Verlust Gerds verlangt ihre Familie allerdings auch das Schwert Frejs, das ihnen Skirner überlässt und durch das Frej später bei Ragnarök getötet wird.
Copyright: Herbert Kårlin
 

torsdag, april 28, 2011

Asgård und Valhall, die Welt der Götter

Nordische Mythologie Teil 11 – Valhall und Asgård

Asgård befand sich nach der nordischen Mythologie an der höchsten Stelle des Weltenbaumes Yggdrasil. Mitten in die grünen Haine dieser Landschaft bauten die Künstler der Urzeit Valhall, das Gebäude, in dem die Götter wohnen sollten.

Zu Valhall gehörte der Aussichtsturm Lidskjalf, von dem aus die Aser sowohl Midgård, die Welt der Menschen, als auch Jotunheim, die Welt der Riesen überwachen konnten. Von der Spitze des Turmes konnten sie selbst die Ränder der Scheibe der Unterwelt sehen, da die Unterwelt die größte Scheibe ist, dessen Rand sich unter freiem Himmel befindet.

Auf diesem von Asgård aus sichtbaren Gürtel der Unterwelt wohnen die Vaner und die Alfer, wobei die Vaner auf der westlichen Seite der Scheibe leben und die Alfer auf der östlichen.

Die Unterwelt wird häufig auch Jormungrund genannt, was soviel wie großer Grund bedeutet, da die Unterwelt größer ist als die anderen Welten.

Da Oden von Lidskjalf aus nur den Rand von Jormungrund sehen kann, schickt er seine beiden Raben Hugin und Munin jeden Morgen in die Unterwelt. Bei ihrer Rückkehr am Abend berichten sie ihm alles, was sie dort sahen und hörten und bieten ihm so auch einen Überblick über die Geschehnisse und Pläne in Jormungrund.

Über Asgård breitet Yggrasil immergrüne Zweige, die nur von den Aser-Göttern gesehen werden können. Auf diesen Zweigen wachsen zahlreiche Früchte von denen sich die Götter ernähren und die ihnen die Unsterblichkeit geben.

Wenn die Aser zur Unterwelt wollen, so benutzen sie grundsätzlich die Brücke Bifrost, da dies schneller geht als auf Pferden durch das Luftmeer zu reiten, denn zum einen können Pferde nicht so schnell reiten und zum anderen sind dort starke Luftströme, die jede Reise verlangsamen und unsicher machen.

Hoch über Yggdrasil, im Weltraum, findet man noch die Himmelsgewässer, die durch die Verdunstung von Meer und Seen entstehen. Die Wasser stoßen dort auf den „schwarzen Schreckglanz“, einen Stoff, der den Gewitterwolken die dunkle, metallische Farbe gibt. Dieser Stoff kann sich auch entzünden und wird dadurch zu zigzagförmigen Geschossen, die jedes Ziel, das sie aussuchen, treffen.

Die Stelle an der sich die Himmelsgewässer treffen wird Eiktyrner genannt, was in etwa Eichenstecher bedeutet, da die Blitze, die hier in den Gewitterwolken entstehen, sehr häufig die Eichen in Midgård treffen. Von Eiktyrner stürzt auch ein Fluss in die Tiefe, der Asgård von der Sicht der Menschen schützt.

Über diesen Fluss führt eine Fallbrücke, die ebenfalls die Urzeitkünstler geschaffen haben. Hierbei handelt es sich um die berühmte Asgårdspforte, die ein wahres Kunstwerk ist und von Menschen nicht überschritten werden kann.

Auf der Spitze des Yggdrasil, noch über Asgård, wohnt der Hahn Gullenkamme mit seinem goldenen Kamm, der ein Symbol für die Wachsamkeit der Götter ist und ein Zeichen dafür, dass die Welten unbekümmert ihrem Lauf folgen können.

Copyright: Herbert Kårlin